5 wichtige Tipps zur Winterlagerung Ihres Bootes

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  • Durch Bootzeil International
5 wichtige Tipps zur Winterlagerung Ihres Bootes

5 wichtige Tipps zur Winterlagerung Ihres Bootes



Was ist die größte Herausforderung für Ihr Boot während der Winterlagerung? Heftige Windböen? Frost? Oder sind es vielleicht diese ungemütlichen Episoden mit warmen, feuchten Schmuddelwetter? Lesen Sie hier mehr über die Top 5 Gefahren bei der Winterlagerung und erhalten Sie wertvolle Tipps, wie man sie übersteht!

5 wichtige Tipps zur Winterlagerung Ihres Bootes

Was ist die größte Herausforderung für Ihr Boot während der Winterlagerung? Heftige Windböen? Frost? Oder sind es vielleicht diese ungemütlichen Episoden mit warmen, feuchten Schmuddelwetter? Lesen Sie hier mehr über die Top 5 Gefahren bei der Winterlagerung und erhalten Sie wertvolle Tipps, wie man sie übersteht!

Gefahr Nummer 1: Frost!

Auch wenn es Ihnen so vorkommt, als wäre strenger Frost aus unseren Breitengraden verschwunden, bleibt er trotzdem eine tatsächliche Gefahr, die noch immer in jedem Winter vorkommt. Bei den meisten Booten kann der Rumpf es prima vertragen, wenn sich Eis bildet. Strenger Frost ist vor allem gefährlich für Gummiteile und für Stellen, an denen Feuchtigkeit zurückbleibt. Wenn sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt, kann es alles zerstören, was sonst niet- und nagelfest ist. Trotzdem sind ernste Frostschäden sehr selten. Sie können Frost auf Ihrem Boot verhindern, indem Sie eine Abdeckplane verwenden. Durch eine Abdeckplane erhöht sich die Temperatur deutlich.


Winterzelt Motoryacht

Gefahr Nummer 2: Wind!

Es sieht so aus, als würden mit jedem Winter stärkere Stürme auftreten. Wie dem auch sei, heftige Windböen können in verschiedenen Situationen gefährlich werden. Wenn Ihr Boot aufgebockt ist: Vibrationen und leichtes Verschieben können den Rumpf und die Außenbeschichtung beschädigen. Außerdem kann es sein, dass dort, wo der Rumpf auf den Böcken ruht, zu viel Druck entsteht. Bei Segelbooten ist diese Gefahr etwas höher als bei Motoryachten. Segelyachten stehen deutlich höher auf den Böcken und ein Mast bietet mehr Windwiderstand, als man vermuten würde. (ein Mast bietet sogar mehr Windwiderstand, als unsere 'Ultra Low, High Wind' Abdeckplane für Segelyachten). Darüber hinaus ist eine Segelyacht in der Regel leichter, als eine Motoryacht. Ein im Wasser liegendes Boot muss sehr gut festgemacht werden. Verwenden Sie Sprungfedern und kontrollieren Sie regelmäßig die Leinen. Für Abdeckplanen gilt: Sie bieten mehr Windwiderstand und müssen darum besonders gut befestigt werden! Zu einer durchschnittlichen Abdeckplane für eine Motoryacht liefert Bootzeil über 60 Befestigungen am Boot mit.

 

Gefahr Nummer 3: Feuchtigkeit und Schmutz

Feuchtigkeit lässt alles verrotten, verrostenverschimmeln, abblättern und porös werden. Weil Schmutz Feuchtigkeit speichert, bilden die beiden zusammen ein Dreamteam, das gemeinsam Ihren Gelcoat, die Fensterdichtungen, die Scheuerleiste und was Ihnen sonst noch lieb und teuer auf Ihrem Boot ist, angreift. Feuchtigkeit in Form von Schneematsch ist der ultimative Bootszerstörer. Wenn Sie Ihr Boot im Freien stehen lassen, gilt also: Alles, was sich unter Wasser befindet, bleibt in mehr oder weniger perfektem Zustand. Alles, was sich über Wasser befindet, muss gut belüftet werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, Feuchtigkeit und Schmutz fern zu halten: Lagerung in einer Garage (teuer) oder Lagerung im Freien unter einer Abdeckplane (kostet Sie ungefähr 150-300 Euro zusätzlich pro Jahr). Damit die Feuchtigkeit auf dem Boot schnell auftrocknen kann, muss die Luftzirkulation sowohl in der Bootsgarage als auch unter der Abdeckplane sehr gut sein. Eine Bootsgarage ist nicht immer optimal. Oft ist es dort sehr wohl feucht, aber die Luft bewegt sich meist nicht (Zirkulation). Éine Abdeckplane muss 3 Dinge sehr gut können: Das Boot sauber, warm und trocken halten. Eine Abdeckplane sorgt dafür, dass Feuchtigkeit effektiv abgeführt wird, indem die Innentemperatur höher als die Außentemperatur ist. Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf. Bei einer guten Luftzirkulation wird diese Feuchtigkeit gut abgeführt. Weil eine Abdeckplane aus einer einzigen Tuchschicht besteht, kann sich an der Innenseite der Plane Kondenswasser bilden (ähnlich wie bei einem einfach verglasten Fenster). Das passiert vor allem im Herbst. Dann ist es im Boot sehr feucht. Kondenswasser auf dem Tuch ist nicht weiter schlimm, wenn die Abdeckplane gut ventiliert. Dann kann die Feuchtigkeit entweichen.

 

Gefahr Nummer 4: Hohe Kosten

Für ein Harberg Rassy 37 kann eine Lagerung im Freien auf Böcken schon Mal leicht 2000,- Euro pro Wintersaison kosten. Gibt es da keine schlaueren Lösungen? Gut zu wissen: Für die Kosten der Winterlagerung gelten die folgenden Faustregeln: Die Lagerung des Bootes in einer Garage ist 4x teurer als im Wasser und 2x teurer als aufgebockt im Freien. Das Boot im Winter draußen aufzubocken kostet 2x mehr als es im Wasser zu lassen. Darum ist die Überwinterung im Wasser also 2x so günstig wie auf Böcken und 4x günstiger als die Lagerung in der Bootsgarage. Wir haben dazu in den gesamten Niederlandungen nachgeforscht und die Regel lässt sich grob auf alle größeren Boote, Motoryachten und Segelyachten anwenden, ebenso wie auf die verschiedensten Plätze in niederländischen Häfen und Lagerhallen. In der Randstad, also im Ballungsraum zwischen Amsterdam, Den Haag, Utrecht und Rotterdam, sind die Preise am höchsten. Die Winterlagerung bei Vereinen ist am günstigsten.

 

Gefahr Nummer 5: Fehlende Liebe zu Ihrem Boot

Ein Boot verdient Ihre Aufmerksamkeit. Das gilt für jedes Boot. Wie schön, neu, teuer, toll und besonders es auch sein mag, gehen Sie vor allem regelmäßig hin! Sehen Sie nach, ob alles in Ordnung ist. Schieben Sie die Verantwortung nicht auf den Hafenmeister. Kontrollieren Sie Ihre Abdeckplane, kontrollieren Sie Ihre Leinen und kontrollieren Sie auf Feuchtigkeit. Achten Sie auch auf die Boote in der Umgebung. Damit helfen Sie anderen und schützen Ihr eigenes Boot. Die losen Festmacherleinen Ihres Nachbarn können auch für Sie Konsequenzen haben.... Bootsliebhaber Hans Oppelaar kommt zu dem Schluss: "Ein Boot gehört ins Wasser. Besuchen Sie es regelmäßig und sorgen Sie dafür, dass es frei von Feuchtigkeit bleibt!"